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Die evangelisch-augsburgische Kirchengemeinde Pabianice

lädt ganz herzlich

zu einem deutschsprachigen Bibeltreffen ein.

 

Das Treffen findet statt

am Sonnabend, dem 11. Juni um 11:00 Uhr

im Betsaal des Gemeindehauses

(neben der Kirche an der ul. Zamkowa 8 gelegen).

 

Anschließend ist ein Beisammensein

bei Kaffee und Kuchen vorgesehen.

 

Wir freuen uns über Ihren Besuch!

 

 

 


 

 

Alles hat seine Zeit

 

7. Mai 2022

 

Ordination von neun Diakoninnen in der Trinitatiskirche in Warschau.

 

Am Samstag, den 7. Mai 2022, fand in der Trinitatiskirche in Warschau ein Ordinationsgottesdienst für neun Diakoninnen der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen statt. Diese Feier war die erste Ordination nach dem Beschluss der Kirchensynode vom 16. Oktober 2021 zur Änderung des Grundgesetzes, das Frauen in der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen die Berufsausübung als Pfarrer ermöglichte. Seit 70 Jahren wird in der Kirche über die Ordination von Frauen diskutiert.

 
Quelle (polnisch):
https://www.luteranie.pl/wszystko-ma-swoj-czas/
 

 

 

Gedanken zum Monatsspruch Mai

 

  

Ich wünsche, dass es dir in allen Stücken gut gehe und du gesund seist,

so wie es deiner Seele gut geht. - 3. Joh. 2 (L)

 

Der „Älteste“ schreibt einen kurzen Brief „an den lieben Gaius“ und beginnt ihn mit einem ganz persönlichen Wunsch: dass es ihm gut gehe und er gesund sei.

 

            So oder ähnlich könnten auch wir heute einen Brief an Freunde beginnen., besonders in Zeiten wie diese, in denen es nicht selbstverständlich ist, gesund zu sein, und vor allem gesund zu bleiben; wogegen die zweite Satzhälfte auffällt und zu denken gibt: ... „so wie es deiner Seele gut geht.“ Ein heute eher ungewöhnlicher Wunsch. Das Bild von Leib und Seele drängt sich mir auf.

 

            Wir sind es gewohnt, das leibliche Wohl hervorzuheben; das seelische Wohl ist in den Hintergrund gerückt. Es gehört nicht mehr unbedingt zu den von uns ausgesprochenen oder genannten Wünschen hinzu. Weshalb nicht? Ist es nur aus der Mode geraten – vergessen, verdrängt, oder wird es nicht mehr als wesentlich angesehen und geachtet?

 

            Feststellen können wir jedenfalls, wenn wir uns umschauen oder umhören, dass der Leib, das Leibliche vorrangig als etwas Wichtiges wahrgenommen wird. Darum kümmern wir uns besonders. Wir halten uns „fit“, so gut es geht, trainieren und pflegen den Leib mit mancherlei Salben. Wenn wir etwas an ihm entdecken, was da nicht hingehört, wie wir meinen, dann lassen wir es untersuchen oder entfernen. Zumindest beobachten wir es genau. – Wenn ein Schmerz empfunden wird, suchen wir einen Arzt auf, um ihm nachzugehen. Wir sind wachsam, wenn es um unser leibliches Wohlbefinden geht – und das zu Recht.

 

            Und wie verhält es sich mit unserem seelischen Wohlbefinden? Worin äußert sich unsere Seele? Was beobachten wir an ihr? Kann auch sie einen Schmerz mitteilen, und wenn, wie teilt sie ihn mit? In Unruhe des Tags und des Nachts, besonders in den angespannten Lebenslagen, wenn wieder Kriege vor Augen geführt werden mit ihren Zerstörungen, mit panisch flüchtenden Menschen, - Kindern, Frauen und Männern. Wer kann dann noch ruhig schlafen? Gerade wir Alten, die wir als Kinder das und noch Schlimmeres erleben und erleiden müssten, werden von tiefer Unruhe erfasst, die uns nicht loslassen will. Erinnern müssen, was wir vergessen wollten, vielleicht sogar vergessen konnten – jedoch nur auf Zeit. Das spüren wir gerade jetzt. Die Seele „speichert“, bereicherndes und vernichtendes, erfreuliches und beängstigendes. Und sie er-innert: das Eine wie das Andere.

            Auch gegen innere Unruhe gibt es viele Mittelchen zum Einnehmen. Nur: die Seele lässt sich damit zwar füttern, aber nicht stillen, solange nicht die schlummernden Ursachen gefunden und ans Licht gebracht werden. Sie zu ergründen, kostet Gespräche über Gespräche, Zeit ohne Ende – und ein stets offenes Ohr. Ich muss zur Ruhe kommen, die Ruhe kommt nicht zu mir.

 

Die Seele vergisst nicht.

Vergessen wir die Seele nicht!

 

So sei nun, Seele, deine,

und traue dem alleine,

der dich geschaffen hat.

Es gehe wie es gehe,

dein Vater in der Höhe,

der weiß zu allen Sachen Rat.

 

(Paul Flemming)

 

                                                                                                                                                                        Georg Leupold

 

 


 

 

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